Once upon a time...


...in a galaxy, not so far away, I ran an online radio called „eclectix radio“.

Tell me more!

And today?


tl;dr: After a surprisingly short break, I started doing new shows back on bigbeat.ch in 2012. In 2015, we celebrated my 10th anniversary! :)
...and in 2016, I joined the legendary Evosonic Radio!

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Since this was a german stream and most of its listeners were germans, I'll write this in our mother tongue - sonst wird's ja auch langsam albern, hier.. ;)

2004

Als ich 2004 das Webradio bigbeat.ch fand, war das wie eine Erleuchtung für mich: Endlich normale Musik!

Mir, als altem evosonic Jünger, fehlte eigentlich nur eines: Eine moderierte Sendung. Nichts anspruchsvolles, aber halt jemand, der mir mal 1-2 Stunden lang quasi persoenlich seine Lieblingsplatten vorstellt und dazu ein bisschen Blödsinn erzählt.
Diesen Wunsch äußerte ich in deren Forum und fand auch gleich jede Menge Gleichgesinnter, die sich auch eine moderierte Sendung wünschten.
Irgendwo habe ich dann aber wohl die Kontrolle verloren, denn am Ende war ich es selber, der diese Sendung moderieren sollte... ;)

2005-2007

So kam es im Frühjahr 2005 zur ersten "Stimpy Time", die wenig später, dank ihrer Intros, in "HappyHappy JoyJoy" umbenannt werden sollte.
Das war aufregend und ungewohnt und ich hatte doch auch keine Ahnung! Aber es haben Leute zugehört, einzelne haben interagiert und ich habe viel Zuspruch erhalten. Viel mehr, als ich geglaubt hätte. Und so machte ich die ersten Jahre jede Woche eine Folge, bis ich irgendwann bei knapp 100 Folgen angekommen war.

Die ersten Folgen habe ich noch komplett mit CoolEdit vorproduziert: Musik wie Moderation und nur "Live abgespielt". Zu mehr fehlten sowohl Erfahrung, als auch Mut.. ;)

Bekräftigt durch den Zuspruch aus der Community, aber auch bedingt durch meine eigene Faulheit änderte ich dies jedoch schon nach gut 20 Folgen und begann sowohl Musik, als auch Moderation live zu spielen, bzw. sprechen.
Damals, 2006, noch mit einer reinen Radio-Software namens "SAM". Diese erlaubte zwar Übergänge zwischen den Liedern, jedoch kein Beatmixing und entsprechend schlimm klangen die meisten Übergänge.
Das wurmte mich zunehmend, so dass ich nach weiteren gut 40 Folgen wieder begann, die Mixe vorzuproduzieren. Diesmal mit einer Software namens "Mixmeister", welche es mir erlaubte mit extrem wenig Aufwand und Können ziemlich hörbare Mixe zu erstellen.

Diese spielte ich dann im Radio ab und moderierte Live dazu. Und was habe ich moderiert! Um Kopf und Kragen habe ich mich manchmal geredet! ;)

Trotzdem lernte ich in dieser Zeit über das Radio und meine Sendung jede Menge netter, lustiger und spannender Leute kennen! Mit vielen habe ich bis heute Kontakt - mit einigen täglich. :)

Es sind vor Allem diese Leute, für die ich diese Seite hier eingerichtet habe: Eine Möglichkeit für die alten Mitstreiter, in Kontakt zu treten und sich zu informieren, was war und was ist.

2007-2009

Auch sonst brachte ich mich immer weiter in die Seite und den damit verbundenen e.V. ein. Ich designte einige Templates, hostete zeitweise Website und Stream und programmierte hier und da Kleinigkeiten, um die Seite aufzumöbeln. Man ließ mir hierbei sehr freie Hand und ich tat all das sehr gerne und aus Überzeugung.

Dennoch stieß ich immer öfter an die Grenzen eines so großen, basisdemokratischen Vereins: Ich war musikalisch schon Lange in Richtung MashUp, Drum and Bass und "einfach alles" weiter gewandert, doch ein Radio namens "bigbeat.ch" ist ja auch ein Stück weit seinem Namen verpflichtet.

In meiner Sendung war das nie ein Problem: Hier hatte ich immer und habe ich wieder absolute Narrenfreiheit, welche ich auch oft und gerne ausgenutzt habe.
Doch im Frühjahr 2007 reichte mir das nicht mehr. Meine Vorstellungen eines Radios und dessen, was dort laufen müsse, unterschieden sich grundlegend von denen der Anderen und so kam es zum friedlichen Bruch.

Wir haben immer großen Wert darauf gelegt, ergänzend und nicht in Konkurenz zu arbeiten. Wir haben unsere Sende-Termine miteinander abgestimmt und mit Rams bin ich bis heute in regelmäßigem Kontakt. Hierzu später mehr.. ;)

"eclectix radio" war gebohren! Wie die meisten Babies war es nicht schön, aber es war meins! ;)

Hier liefen nun 24/7 "meine Hits" - und das konnte mittlerweile viel sein: Breaks, Funk, Jazz, HipHop, Techno, Drum'n'Bass - eigentlich wirklich alles, so lange es Spaß machte.

Bereits bei bigbeat.ch, aber auch noch auf eclectix radio konnte ich einige Leute dazu überreden, eigene Sendungen zu moderieren und so gab es auf eclectix radio zu einem gewissen Zeitpunkt jede Woche eine neue moderierte Sendung (sowie diverse Wiederholungen.. ;) ) und das obwohl ich meine eigene Sendung, "HappyHappy JoyJoy" mittlerweile nur noch in einem monatlichen Rythmus machte:
Vojeets "Asian Breaks", Bvtchs "Mann spricht deutsch" und das "Electric Café" von InProgress unterstützten mich mehr oder weniger regelmäßig. Hinzu kamen noch einige Testläufe mit allen Möglichen anderen Künstlern und Moderatoren. Genre war explizit KEIN "Aufnahmekriterium" - persönliches Gefallen jedoch schon.. ;)

Das alles natürlich neben einer riesigen Rotations-Playlist, die bunter nicht hätte sein können.

Was mir sehr viel Spaß machte, weil es ja nun zu 100% nach meinem Geschmack lief, war für den durchschnittlichen Webradio-Hörer vielleicht etwas zu anstrengend:
Nicht jeder teilte 100% meinen Geschmack und so war nicht nur für jeden etwas dabei, sondern auch für jeden etwas, was er gar nicht hören wollte und so blieb meine Stammhörerschaft immer überschaubar: Mehr als 20 Hörer gleichzeitig hatte ich nur sehr selten - eher um die 10.

Diese 10 haben das Radio und seine Musikauswahl gefeiert und für die habe ich das Radio knappe 3 Jahre betrieben.
Ich finde noch heute, dass das gar kein sooo schlechter Schnitt ist, wenn man bedenkt, wie speziell die Musikauswahl doch war.

Leider interessierte das weder Gema noch GVL übermäßig: Monatliche Gebühren von knapp 100 Euro waren ein weiterer Grund für mich, die Pforten zu schließen.

Der Hauptgrund war jedoch die liebe Zeit: Die eigene Firma, die vor 5 Jahren noch nicht so richtig lief und mir viel Zeit für solche Späße, wie eine Sendung oder ein Radio gelassen hatte, lief zunehmend besser und ich hatte immer weniger Zeit, mich ausreichend auf Sendungen vorzubereiten, oder das Radio zu pflegen.

So zog ich im Herbst 2009, vermeintlich endgültig, den Stecker: In einer letzten, mehr als 5-stündigen Sendung verabschiedete ich mich von allen mit einem lauten Knall und versprach, mich ab und zu mit einem Mix zu melden.

2009-2012

Mein Versprechen habe ich gehalten und von Zeit zu Zeit einen Mix veröffentlicht. Allen voran "My Life in Music pt. 1 (1990-2000)", auf den ich auch heute noch ein klein wenig stolz bin.. ;)

2012-

Trotzdem ist es einige Jahre ziemlich ruhig um mich geworden, musikalisch, bis ich 2012 zunächst begann, alte Folgen meiner Sendung auf Soundcloud hochzuladen.
Hier erreichte ich noch mal viele neue Hörer und gewann schnell eine ganz neue, teils internationale Stammhörerschaft.

Es dauerte nicht lange und es kribbelte mir wieder in den Fingern: "Wenn denen der ganze uralte, ungemixte Kram schon so gefällt, dann werden sie Augen machen, was ich heute alles kann!", hab ich mir gedacht und mich mit Ableton Live an eine brandneue Folge #116 gemacht.

Ein, für meine Verhältnisse, voller Erfolg: Mehr als 300 Hörer auf Soundcloud innerhalb weniger Tage. So viele haben mir Live noch nie zugehört!

Fame-Whore, die ich bin, habe ich natürlich weiter gemacht und nach wenigen Folgen meldeten sich die Jungs von bigbeat.ch, ob ich die Sendung nicht wieder bei ihnen senden wolle.

Natürlich wollte ich! Ich fand es nur etwas unverschämt, nach meinem Abgang um einen Sendeplatz zu bitten.. ;) Diesen gab man mir aber gerne, wofür ich sehr dankbar bin!

Seit dem moderiere ich in unregelmäßigen und sehr weiten Abständen meine Sendung. Als ich diesen Text hier schrieb, waren es schon 127,5 an der Zahl.. :)

Eine Schlüsselrolle spielte hierbei definitiv soundcloud. Diese Plattform hat nicht nur meine, sondern die gesamte Musiklandschaft so grundlegend verändert, wie es zuvor nur (und nur vielleicht) Napster geschafft hatte:

Plötzlich gab es eine Plattform, auf der bekannte, wie unbekannte Künstler PR Material veröffentlichen konnten und wo Musikbegeisterte, wie ich, auch dank der sozialen Funktionen der Seite immer neue Künstler entdecken und ihnen folgen konnten.

So ließ sich nicht nur wunderbar neue Musik entdecken, sondern auch hervorragend networking betreiben: Ob es ein Genre wie "GhettoFunk" ohne SoundCloud in dieser Form gegeben hätte weiß ich nicht..

Sogar ich, als ganz kleiner Fisch und letztes Glied der Verwertungskette, konnte einige Male hervorragend davon profitieren:

Nachdem eine alte Sondersendung zu einem Skeewiff-Album (#059) unerwartet durch die Decke ging, weil Skeewiff sie reshared hatte, machte ich mich, nicht doof, schnell an eine neue Sondersendung "20 Years of Wiffness", in der ich wiederum ausschließlich Skeewiff Tracks spielte. Diesmal sogar gemixt! ;)

Dank Alex' Reshare auf allen Plattformen bis heute insgesamt über 5000 Listener. (Sagte er mit stolzgeschwellter Brust)

Ähnliches ist auch schon mit Fort Knox Five passiert und all das wäre ohne Soundcloud niemals möglich gewesen. Auch hierfür einen großen Dank!

2015

Doch auch diese Zeit scheint nun vorbei: Was Jahre lang kein Problem war, Promo-Mixe und MashUps, wird mittlerweile wieder scharf geahnded, so dass es in den letzten Monaten zu einem regelrechten Exodus gekommen ist, der auch mich erwischt hat: Bevor ich meinen finalen "Strike" bekommen konnte, habe ich sämtliche bedenklichen Sendungen gelöscht und bin, wie die meisten, zu hearthis weiter gezogen.

Leider hat mich das, wie die meisten, über die Hälfte meiner Hörer gekostet und was für mich nur schade ist, ist für manch einen "richtigen DJ" ein richtiges Problem!

Ich verstehe das Handeln von Soundcloud absolut: Das ist eine Firma und die ist verpflichtet, gegen Copyright-Verstöße vorzugehen, sonst wird sie ganz schnell geschlossen.
Ihr "3 Strikes and out" System halte ich hierbei sogar noch für sehr human!

Nachdem die ersten Major-Label Künstler bei Soundcloud aufschlugen sah es nur so aus, als habe auch bei diesen ein Umdenken eingesetzt und man habe begriffen, was Indie-Labels schon lange klar ist: Dass DJ Set und Remixe nämlich vor allem eines sind: Kostenlose PR.

Das war wohl ein Irrtum und so sind es heute vor Allem diese Majors, die Soundcloud bevölkern und Stück für Stück von denen "reinigt", die die Plattform gross gemacht haben.

Das ist sehr schade, aber es gibt bereits Alternativen... :)

2016

Der Kreis schließt sich: 2005 habe ich mit meiner Sendung begonnen weil mir Evosonic Radio fehlte und 11 Jahre später läuft sie tatsächlich im Evosonic Podcast!

Let's stay in touch!



Philipp Giebel
Rabenbergstr. 23b

63691 Ranstadt

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